
Freitag abends lautet die Devise für fünf von unserer Gruppe: ab auf die Penghu Inseln. Der Penghu-Archipel (früher Pescadores genannte) besteht aus 64 Inseln (lt. Internet) und 99 Inseln (lt. Einheimischen) und erstreckt sich insgesamt immerhin über eine Länge von 60 Kilometern und eine Weite von 22 Kilometern. Per Flug dauerte die Anreise von Kaohsiung nach Magong (Hauptstadt der Inselgruppe) ca. 30 Minuten.
In Magong wurden wir von unseren Hotelinhabern und einem Freund dieser, am Flughafen abgeholt (diese waren sehr nett und waren mehr Gasteltern wie Hoteliers). Die Hotelinhaber konnten leider gar kein Englisch, daher mussten sie einen Freund um Hilfe bitten. Dieser war sehr nett und übersetzte uns alles auf Englisch. Dann bezogen wir unsere Zimmer und fuhren ins Zentrum, um uns dort zu stärken, ein wenig zu bummeln und den Abend ausklingen zu lassen.
das Mittlere war unsere Unterkunft
Am Samstag fuhren wir und der Freund der Hotelinhaber vormittags per Schiff auf zwei weitere Inseln, nämlich Cimei und Wangan. Dieser Ausflug war wirklich sehenswert. Diese beiden Inseln unterschieden sich doch beträchtlich voneinander. Cimei wartet mit Steilküsten und einer beeindruckenden Landschaft auf und Wangan mit einer Mischung von schroffen Küsten, Stränden etc. Jede der beiden Inseln umrundeten wir mit dem Scooter, was aber bereits mit vielen Pausen bei den Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkten jeweils nur ca. 2 Stunden beanspruchte.
Cimei
Wangan
altes traditionelles Dorf auf Wangan
Nachmittag waren wir wieder auf der Hauptinsel zurück. Dort liehen wir uns Scooter aus, was viel Zeit, Telefonate und Bürokratie beanspruchte aus, um uns am Nachmittag und auch Sonntags die Insel(n) auf unsere eigene Faust anzusehen.
Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hotel ging es ab auf den Sanshuei Beach, um die letzten Sonnenstrahlen zu genießen. Dieser Strand war wirklich sehr schön und kaum zu glauben, nahezu leer.

Sonntags startete der Tag mit einer Rundfahrt auf der Hauptinsel. Wir kamen weiter nach Jhungtun, wo die zweite Windfarm von Taiwan 2001 errichtet wurde. Weiter ging es dann auf die nächste Insel Baishayu, wo wir uns laut Reiseführer einen bekannten Baum angesehen haben.
Über die Penghu Great Bridge ging es dann auf Siyu, wo wir durch eine kleine Ortschaft inspezierten und dann aber wieder kehrt machten und auf die Hauptinseln zurückfuhren.
Dort angelangt, es war schon nach 12, ging es auf den Aiman Beach, welcher der längste Strand der Insel, mit einer Länger von 3000m, ist. Das Baden und relaxen war dort auch wieder recht schön, aber wie schon am ersten Tag, zum Glück wieder fast keine Leute.
Da wir aber noch mehr von der Insel sehen wollten ging es weiter auf den Shihili Beach. Dieser war wiedereinmal fast menschenleer, doch im klaren Wasser zu sehen, bei Fischen äußerst beliebt. Wir sahen neben uns im Meer einen Kugelfisch und Fischschwärme aus dem Wasser springen. Das war einmal ganz etwas anderes.
Bei der Heimfahrt sahen wir uns den Fongguei Cave an, der bekannte für seine Geräusche, die von den Wellen ausgelöst werden, ist. Leider hat uns dafür die Feinabstimmung in der Ohren gefehlt.
Naja, danach ging es ab ins Hotel, eine letzte Dusche und leider wartete der Flieger schon wieder auf uns. Schade, denn uns hat es auf Penghu sehr gut gefallen und es war ein super, aber wie immer zu kurzes, Wochenende.
Eindrücke: Wieder einmal stellten wir fest, dass die Taiwanesen sehr besorgt und gastfreundlich sind. Die Hotelinhaber organisierten extra für uns einen Freund, der Englisch sprechen und verstehen konnte. Sie brachten uns überall mit dem Auto hin und zahlten uns (war nicht im Preis enthalten) oft Essen und Trinken. Das Hotel selbst befand sich in einer Art "Siedlung", die mehrere Freunde gemeinsam aufgebaut haben. Jede Familie besitz also ein Haus mit Gästezimmern. Alles war sehr neu (vor 1.5 Jahren gebaut). Weiters ist uns aufgefallen, dass in Taiwan alles sehr kompliziert ist für Touristen. Wir wollten unbedingt für den zweiten Tag Mopeds für die Selbsterkundung der Insel ausborgen. Dies stellte sich aber als sehr kompliziert heraus, da wir einen taiwanesischen Führerschein benötigten (wir sind nun schon 3 mal mit Mopeds gefahren und noch nie gab es ein Problem). Es klappte dann auch, nachdem uns unser Studienassistent, der nicht auf der Insel mitwar, ein Fax mit der Haftung schickte. Kurz vorm Abflug wurden wir noch mit einem Kaktuseis von unseren Hotelmanagern versorgt und dann bis zum Check-In begleitet.
Liebe Grüße
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